Brennende Sehnsucht, schmerzliche Erwartung, traurige Gewißheit...

 
Brennende Sehnsucht, schmerzliche Erwartung, traurige Gewißheit...
"Brennende Sehnsucht, schmerzliche Erwartung, traurige Gewißheit..." Der Albtraum einer liebenden Seemanns-Frau wird zur bitteren Wahrheit: Der Liebste kommt nicht mehr wieder. Die See hat ihn geschluckt, gibt ihn nicht wieder her. Diese schreckliche Tatsache läßt das Herz erstarren, das Leben bleibt stehen. Sie will nicht hören, was die Boten des Todes sagen werden. Wenn man die Stimmen hört, kann man nicht mehr glauben, nicht mehr hoffen, daß er vielleicht doch irgendwo irgendwie überlebt hat, sich retten konnte und doch noch zu ihr zurückkommen würde. Jede Nacht wird sie auf ihn warten. Sie wird der Wahrheit trotzend am Ufer stehen. Sie wird den Horizont absuchen, ob er doch noch kommen könnte. Was soll sie ohne ihn tun, wie soll sie ohne ihn weiterleben? Was soll sie den Kindern sagen, wenn sie nach dem Vater fragen, wie soll sie die kleinen Menschlein trösten. Wie soll sie deren Kummer stillen, wenn doch ihr Herz selber eine offene Wunde ist. Wie soll sie es ertragen, wenn alle anderen Männer wiederkommen, wenn die anderen Frauen mit ihren Männern das Wiedersehen feiern und fröhlich tanzen? Das Leben in dem kleinen Fischerdorf ist nicht leicht. Die Zeiten sind schwer, die großen Boote fangen viel mehr Fisch und verkaufen sie gleich am Hafen für viel Geld. Den traditionellen Fischern bleibt nur der Rest, sie fangen nicht mehr so viel wie in früheren Zeiten. Viele haben schon das Boot verkauft. Sie setzen auf den neu aufkommenden Verdienstzweig und vermieten Ferienwohnungen. Das ist keine schwere Arbeit und nicht mehr so gefährlich. Aber sie sind nicht glücklich dabei. Ihnen fehlt das Meer, der Kampf mit deen Elementen. Sie haben Fischerblut in den Adern. Ihre Vorfahren sind jahrelang zur See gefahren. Das steckt ihnen nun mal im Blut. Nun muß die junge Frau sehen, wie sie ihre Kinder ernährt, wie und womit sie selber Geld verdienen kann. Das wird nicht leicht. Ihr Liebster ist nicht mehr da. Das Meer hat ihn verschluckt. Sie kann nicht mehr denken, Tränen verschleiern ihren Blick. Sie hat keine Energie, ihr Körper versagt ihr den Dienst, sie sinkt auf den Boden und weint. Sie schreit ihren Kummer hinaus, sie klagt das Meer an, den Wind und den Sturm, der ihr den Mann genommen hat. Frauen kommen und umarmen sie, sind bei ihr in ihrer schwersten Stunde. Sie wissen, morgen könnten sie selber weinen. Das ist so, wenn man mit dem Meer leben muß. Dankbar nimmt sie den Trost an. Sie weiß, sie muß stark sein, der Kinder wegen. Sie wird ihr Schicksal annehmen. Trotzig hebt sie den Kopf. Es wird weitergehen. Ihr Liebster wird in ihrem Herzen sein. Sie wird den Kindern immer viel von ihm erzählen. So wird er nie vergessen sein. Später vielleicht, sehr viel später, wird sie vielleicht eine neue Libe finden, aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt gilt es erst einmal, nach Hause zu ihren Kindern zu gehen. Sie werden weinen, aber sie werden weitermachen. Sie sind stark. Sie lassen sich nicht unterkriegen, auch wenn es weh tut!
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